Die Insolvenz

Das müssen Sie über die Insolvenz wissen!

Gerade in Zeiten von Covid 19 wird in den Medien derzeit viel über die Insolvenz von Selbstständigen und Arbeitnehmern diskutiert. Was es damit auf sich hat und wie Sie als Betroffener eine drohende Insolvenz abwenden können erfahren Sie hier:

Meldet eine Person Insolvenz an so bedeutet das zunächst einmal, dass sie sich dazu bekennt ihre Schulden nicht mehr begleichen zu können.

Jedem der seinen finanziellen Verpflichtungen in dieser Weise nicht mehr nachkommen kann, steht grundsätzlich der Weg eines solchen rechtlichen Verfahrens offen. Dieser Weg ist jedoch nicht zwingend. In vielen Fällen sind auch alternative Wege zur Schuldenbereinigung (etwa durch Gläubigervergleich/Einigungsversuch) denkbar.

Bei einer Insolvenz wird das vorhandene Vermögen unter den Gläubigern einheitlich aufgeteilt wird. Dies geschieht, indem die restlichen Werte der Person gleichberechtigt auf die Gläubiger verteilt werden. Natürliche Personen erwarte am Ende dann in der Regel Restschuldbefreiung. Gesellschaften werden nach der Insolvenz aufgelöst.

Die Insolvenzordnung (InsO) regelt das Verfahren der Insolvenz.

Die Aussage Ich bin insolvent

Insolvent sein bedeutet, dass Schulden nicht mehr bezahlt werden können und ein Insolvenzverfahren zur Löschung der Schulden eingeleitet ist. “Ich bin insolvent” bedeutet also im rechtlichen Sinne, dass ein Insolvenzverfahren besteht, dass also aufgrund eines Insolvenzantrages dieses Insolvenzverfahren über das Vermögen einer Person eröffnet wurde und ein Insolvenzverwalter bestellt wurde, der die Forderungen ermittelt und das verbliebene Vermögen des Schuldners, oder der Firma oder der Bank etc. zusammen rafft und – nach Kostenabzug – an die Gläubiger gemäß ihrer Quoten an der Verschuldung und ggf. bestehender Vorrechte verteilt. Das Insolvenzverfahren dient vereinfacht gesagt der Verteilung des Restvermögens einer bankrotten Person, die ggf. Restschuldbefreiung erlangt.

Privatinsolvenz oder Regelinsolvenz

Der Begriff der Insolvenz lässt sich in Privat- und Regelinsolvenz unterteilen.Grob gilt, dass natürliche Personen (Menschen wie Sie und Ich) als Verbraucher eine Privatinsolvenz zugeteilt, während beispielsweise Unternehmen den Weg der Regelinsolvenz beschreiten müssen. Wenn Sie genaueres zu dieser Unterscheidung, sowie zur spannenden Frage, welches Verfahren Selbstständige anstreben müssen lesen wollen, klicken Sie hier.

Die Insolvenz

Der Insolvenzantrag

Die Insolvenz beginnt mit einem Insolvenzantrag. Dieser Insolvenzantrag kann vom Schuldner gestellt werden, aber auch von einem Gläubiger, sog. Fremdinsolvenzantrag, wenn der Schuldner insolvent zu sein scheint.
Finanzämter und Krankenkassen neigen dazu, Insolvenzanträge über die Vermögen anderer zu stellen. Das liegt daran, dass die Schulden Selbständiger in der Regel weiter anwachsen und diese Institutionen deswegen ein Ende der defizitären und diese Institutionen schädigenden Tätigkeit herbeiführen wollen. Selbst wenn Finanzamtsschulden oder Krankenkassenschulden bestehen, wird in der Regel kein Fremdinsolvenzantrag gestellt, wenn der Schuldner die selbständige Tätigkeit einstellt.

Bei Verbrauchern muss für einen Insolvenzantrag nsolvenzanntrag zuvor ein Einigungsversuch gem. § 305 InsO durchzuführen. Auch bei einer Regelinsolvenz ist ein solches Verfahren möglich Diesen führen wir gerne für Sie durch. Gelingt es sich mit den Gläubigern innerhalb dieses Verfahrens zu einigen, muss kein Insolvenzverfahren durchgeführt werden.

Für genaue Informationen zum Ablauf einer Insolvenz klicken Sie hier

Restschuldbefreiung

Restschuldbefreiung bzw. den Erlass der Schulden kann nur derjenige erhalten, der den Insolvenzantrag selbst gestellt hat. Der Schuldner bekommt somit die Chance auf einen finanziellen Neustart. Wenn aufgrund eines Fremdinsolvenzantrages die Insolvenz eröffnet wird, ist keine Restschuldbefreiung möglich.

Insolvenzdauer

Die Insolvenz bzw. das Insolvenzverfahren dauert sechs Jahre. Ab dem 01. Juli 2014 wird die Insolvenz aufgrund der Insolvenzrechtsreform von Mai 2013 fünf Jahre dauern, wenn auch die Kosten des Verfahrens gedeckt sind. Wenn der Schuldner neben den Kosten der Insolvenz auch 35% der Forderungen noch bedient wird das Verfahren auf Antrag des Schuldners ab dem 01. Juli 2014 nur noch drei Jahre dauern.

Keine Lust auf eine Insolvenz? – Kein Problem, Vergleiche sind unsere Spezialität

Ein Vergleich ist für Sie eine Möglichkeit, sich ohne Insolvenz Ihrer Schulden zu entledigen. Durch eine Einigung mit Ihren Gläubigern kann ein sogenannter Erlassvertrag verfasst werden. Inhaltlich geht es in einem solchen darum, dass Sie in einem für Sie angemessenen Ratenzahlungszeitraum einen Teil Ihrer Schulden an Ihre Gläubiger zahlen und diese im Gegenzug auf einen möglichst hohen Restbetrag der ausstehenden Zahlungen verzichten. Es ist auch möglich, zB. einen Teilbetrag als Einmalzahlung zu vereinbaren und im Gegenzug einen Erlass der weiteren Schulden zu bekommen.
Gemäß § 305 InsO ist der Versuch ein solches Verfahren zu starten stets vorgesehen. Bei den Verhandlungen mit Ihren Gläubigern stehen wir Ihnen natürlich tatkräftig zur Seite und beraten Sie am Ende auch bei der Frage: Soll man dieses Verfahren wählen oder nicht doch vielleicht lieber andere Wege gehen?

Fragen zum Ablauf der Entschuldung oder der Insolvenz?

Hier erfahren Sie mehr zum Ablauf der Entschuldung.

In allen Phasen der Privatinsolvenz werden wir Sie gerne beraten und vertreten. Egal, ob Sie selbst betroffen sind oder einfach nur weiterführende Fragen haben, das Team der Anwaltskanzlei Heckmann und Rechtsanwalt Jan Heckmann persönlich helfen Ihnen gerne weiter – deutschlandweit – gleichgültig, ob Sie in Berlin wohnhaft sind oder z.B. eine Schuldnerberatung in Düsseldorf oder Leipzig wünschen. Rufen Sie uns einfach unverbindlich an (Tel.: (030) 4050 4030) oder nehmen Sie bequem online Kontakt zu uns über das Kontaktformular auf. Gemeinsam finden wir eine Lösung für Ihr Problem!

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Der Erfolg gibt uns Recht!

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