Der SchuldnerAtlas Deutschland 2023 – die Auswertung

Der SchuldnerAtlas für Deutschland 2023 wurde veröffentlicht – die Auswertung und ein Überblick über die wichtigsten Tendenzen.

Die wichtigsten Zahlen:

Überschuldungs-quote sinkt auf 8,15 %

Steigende Überschuldung bei den unter 30 Jährigen

Leichter Ansteig "weicher Überschuldung"

Die Auswertung des SchulderAtlas Deutschland 2023

Der SchuldnderAtlas Deutschland 2023 enthält sowohl gute als auch schlechte Nachrichten. Grundsätzlich sinkt die Zahl der überschuldeten Verbraucher.

Zunächst einmal die guten Nachrichten: Bei bloßer Betrachtung der absoluten Zahlen des SchuldnerAltas Deutschland 2023 ist festzustellen, dass die Zahl der überschuldeten Personen auch 2023 sinkt. Die Überschuldungsquote sinkt um 0,33 % auf 8,15 %, in absoluten Zahlen sind dies 233.000 weniger Personen die laut dem Schuldneratlas 2023 deutschlandweit von einer Überschuldung betroffen sind. Damit liegen die Zahlen auf einem Tiefstand seit Beginn des SchuldnerAtlas 2004.

Ein Anstieg ist allerdings bei der weichen Überschuldung zu verzeichnen. Unter der weichen Überschuldung versteht man die Fälle mit einer geringeren Schuldenintensität und ohne juristische Sachverhalte, die harte Überschuldung sind im Gegenteil dazu, Fälle mit juristischen Sachverhalten, hier ist der Trend weiterhin sinkend, um 0,9 %.

Bei der weichen Überschuldung hingegen sind 3.000 mehr Fälle zu verzeichnen, der erste Anstieg seit 2020 – hier lässt sich also ein negativ Trend in Deutschland 2023 verzeichnen.

Bei den unter 30 Jährigen hingehen ist ein Anstieg der Überschuldeten Personen zu verzeichnen, um 0,08 %. Grund hierfür könnte die „buy now – pay later“ Option sein. Vor allem junge Menschen nutzen diese Funktion gerne und können irgendwann den wachsenden Schuldenberg nicht mehr überblicken und bezahlen.

Den vollständigen SchulderAtlas Deutschland 2023 finden Sie hier.

Auswertung unserer Prognose

Legt man diese Zahlen zugrunde war unsere Prognose für den SchuldnerAtlas Deutschland 2023 teilweise zutreffend. In unserer Prognose für den SchuldnerAltas Deutschland 2023 hatten wir mit einer Überschuldensquote von 8,82 % gerechnet. Glücklicherweise ist insgesamt kein Anstieg zu verzeichnen, dennoch haben sich unsere Vermutungen bezüglich der Gefahren für Verbraucher bestätigt.

Gründe für die Überschuldung

Die Gründe für Überschuldung sind vielfältig. Einerseits sinkt das Vermögen und die Ersparnisse der Verbraucher, andererseits steigen die Preise rasant.

Nachholkonsum

Diese steigenden Preise zwingen die Verbraucher zu sparen und können diese schnell in die Schuldenfalle treiben. Problematisch wird es allerdings wenn Verbraucher ihr Konsumverhalten nicht anpassen. So kann die weiche Überschuldung teils mit Nachholkonsum begründet werden – die Einschränkungen durch die Coronapandemie müssen quasi ausgeglichen werden.

Auch die eher trüben Perspektiven für die deutsche Wirtschaft verbessern die Lage für die Verbraucher in Deutschland in 2023 nicht, so steigen beispielsweise die Zahlen für Arbeitslosigkeit, was den Hauptauslöser für Überschuldung darstellt. Andere Auslöser für Überschuldung können auch eine Erkrankung, Sucht oder eine unwirtschaftliche Haushaltsführung sein.

Steigende Haushaltsenergiekosten

Auch die stark gesteigenden Energiekosten belasten die Verbraucher weiter, so sind allein die Preise für Heizöl und mehr als das Doppelte gestiegen im Vergleich zum Vorjahr, nämlich um 125%, Heizen insgesamt ist 80 % teurer als noch vor 2 Jahren. Insgesamt waren auch 20 % der Verbraucher von einer Energieüberschuldung gefährdet. Dennoch fiehlen die Probleme der Energiepreiskrise geringer aus als befürchtet, so wurde 11 % weniger geheizt, was wohl auch auf den milden Winter zurückzuführen war. Auch stiegen die verfügbaren Einkommen, welche für das Heizen aufgewandt werden konnten. Dies ist zum einen auf ein teils sparsames Konsumverhalten und höhrere Lohnabschlüsse zurückzuführen.

Fazit

Insgesamt lässt sich wohl ein weiterer Rückgang in Sachen Schulden und Überschuldung verzeichnen. Der SchuldnerAltas Deutschland 2023 verzeichnet insgesamt positive Tendenzen aber mit negative Abstrichen, dennoch sollte man im Fall einer Überschuldung nicht verzweifeln, denn Überschuldung heißt nicht gleich auch Insolvenz.

Bei weiterführenden Fragen zum Thema Überschuldung hilft RA Heckmann gerne bei einem kostenlosen Erstgespräch weiter.

Grafiksche Übersicht SchuldnerAtlas Deutschland 2023, Entwicklung der überschuldeten Personen in Deutschland

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