Zwangsvollstreckung

Mit der Zwangsvollstreckung haben Schuldner zu tun, wenn diejenigen, denen die Schuldner etwas schulden, das Geschuldete zwangsweise vollstrecken wollen. Zu einer Zwangsvollstreckung kommt es also, wenn der Gläubiger bis dato erfolglos versucht hat, seine bestehenden Forderungen gegen den Schuldner durchzusetzen und nun als letzte Lösung, auf rechtlichem Wege versucht, die Erfüllung seiner Forderung zu erzwingen. Dieses erfolgt mit staatlicher Gewalt bzw. Hilfe, das heißt, dass staatliche Organe (in der Regel Gerichtsvollzieher bzw. Vollziehungsbeamte), dafür zuständig sind im Interesse des Gläubigers zu handeln und seine Forderungen durchzusetzen.

Wichtig!

Einer Zwangsvollstreckung muss immer ein vollstreckbarer Titel (Vollstreckungsbescheid, Gerichtsurteil, notarielles Schuldanerkenntnis) zugrunde liegen. Dieser muss mit einer Vollstreckungsklausel versehen sein (“Vorstehende Ausfertigung wird dem usw. (Bezeichnung der Partei) zum Zwecke der Zwangsvollstreckung erteilt”) und dem Shuldner zugestellt worden sein. Erst dann darf eine zwanghafte Durchsetzung vollzogen werden!

Zweck der Zwangsvollstreckung:

Die Einzelzwangsvollstreckung bezieht sich auf die Befriedigung der Forderungen einzelner Gläubiger aus einzelnen Vermögensgegenständen des Schuldners, wohingegen bei der Gesamtvollstreckung insgesamt alle Gläubiger im Rahmen eines Insolvenzverfahrens aus allen Vermögensgegenständen des Schuldners zusammen Befriedigung erlangen sollen. Im Zuge der Gesamtvollstreckung werden demnach die Forderungen aller Gläubiger gleichzeitig durch Zahlung einer Quote aus dem Erlös des schuldnerischen Vermögens erfüllt.

Natur der Zwangsvollstreckung:

Weiterhin wird darin unterschieden, ob die Zwangsvollstreckung auf dem Streit zwischen zwei privat handelnden Menschen begründet ist, um private Interessen durchzusetzen (privatrechtliche Zwangsvollstreckung, dann handelt immer der Gerichtsvollzieher) oder aber, ob die Anordnung auf Zwangsvollstreckung im öffentlich-rechtlichen Interesse des Staates steht, etwa wenn Behörden die Durchsetzung eines Verwaltungsaktes erreichen wollen, so z.B. für Krankenkassenforderungen, Steuerforderungen, Forderungen des JobCenters oder der Bundesagentur für Arbeit (Verwaltungsvollstreckung, Handelnder ist ein Vollstreckungsbeamter des Hauptzollamts).

Zwangsvollstreckungsmaßnahmen:

Auch kann die Zwangsvollstrechung unterschieden werden in das Zwangsvollstreckungsverfahren zur Erfüllung der Forderungen des Gläubigers durch die Pfändung von beweglichen Sachen (Sachpfändung, Taschenpfändung) oder durch die Pfändung von unweglichem Vermögen (Zwangsversteigerung von Immobilien) oder durch die Pfändung von Forderungen und Rechten (Kontopfändung, Lohnpfändung / Gehaltspfändung, Pfändung von Gesellschaftsanteilen). Dabei ist die Kontopfändung und die Lohnpfändung die häufigtste Art der Zwangsvollstreckung.

Können wir Ihnen persönlich weiterhelfen?

Wurden Ihnen Vollstreckungstitel zugestellt oder sogar schon Zwangsvollstreckungsmaßnahmen angekündigt oder bereits vollzogen. Scheuen Sie sich nicht und nehmen Sie Kontakt zu uns auf, damit wir diese Situation gemeinsam mit Ihnen beenden können.
Egal, ob Sie selbst betroffen sind oder einfach nur weiterführende Fragen haben, das Team der Anwaltskanzlei Heckmann und Rechtsanwalt Jan Heckmann persönlich helfen Ihnen gerne weiter – deutschlandweit – gleichgültig, ob Sie in Berlin wohnhaft sind oder z.B. eine Schuldnerberatung in Köln oder München wünschen. Rufen Sie uns einfach unverbindlich an (Tel.: (030) 4050 4030) oder nehmen Sie bequem online Kontakt zu uns über das Kontaktformular auf. Gemeinsam finden wir eine Lösung für Ihr Problem!