Schuldnerberatung: gerichtlicher Zwangsvergleich

Ist ein Gläubigervergleich nicht möglich, weil der Schuldenbereinigungsplan gescheitert ist, prüfen wir ob ein gerichtlicher Zwangsvergleich zur Schuldbefreiung für Sie aussichtsreich sein könnte. Vorteil beim gerichtlichen Zwangsvergleich ist, dass jetzt nicht mehr alle, sondern nur noch die Mehrheit der Gläubiger dem Schuldenbereinigungsplan zustimmen muss. Das Gericht kann also unter bestimmten Voraussetzungen die Zustimmung der Gläubigerminderheit, die den vorgelegten Schuldenbereinigungsplan ablehnt, ersetzen gem. § 309 InsO (auch so genannter insolvenzgerichtlicher Zwangsvergleich). Dieses Zustimmungsersetzungsverfahren führen wir gegebenenfalls für Sie durch. Wird vom Gericht der insolvenzgerichtliche Zwangsvergleich bestätigt, ist dieser bindend, d.h. dem Schuldner ist der Rest seiner Verbindlichkeiten zu erlassen. Ein weiterer Vorteil des gerichtlichen Zwangsvergleichs liegt darin, dass die Gläubiger in der Regel schneller zu Ihrem Geld kommen als über das gewöhnliche Insolvenzverfahren. Ist ein Gläubigervergleich oder ein gerichtlicher Zwangsvergleich nicht möglich, bleibt nur noch das Insolvenzverfahren bzw. die Verbraucherinsolvenz.