Schuldenerlass von Krankenkassenbeiträgen

Eine Ursache von Überschuldung – insbesondere bei Selbständigen – sind Krankenkassenbeitragsschulden. Seit 2007 muss jeder Mensch in Deutschland krankenversichert sein, vorher konnten sich Selbständige aussuchen, ob sie versichert sein wollen, oder nicht.

Das führte dazu, dass jemand, der sich erst 2010 krankenversichert hat, rückwirkend Nachzahlungen der Krankenkassenbeiträge schuldete. Allein diese Krankenversicherungsbeiträge führten oft zur Überschuldung und zur Privatinsolvenz.

Seit dem 1. August 2013 ist das am 14. Juni 2013 verabschiedete “Gesetz zur Beseitigung sozialer Überforderung bei Beitragsschulden in der Krankenversicherung” rechtskräftig.

Nach diesem Gesetz müssen Schulden der Nachversicherungszeit erlassen werden. Wenn man sich also erst 2011 zur Krankenversicherung gemeldet hat, werden die Beiträge von 2007 bis 2011 erlassen – sofern man keine Dienstleistungen der Krankenkassen in Anspruch genommen hat. Dies gilt sowohl für die freiwillige Mitgliedschaft in einer gesetzlichen Krankenkasse (GKV) als auch für die Krankenkassenbeiträge zur privaten Krankenversicherung (PKV). Die Beitragsschulden aus der Zeit, die vor der Meldung bei der Krankenkasse entstanden sind, werden erlassen!

Was tun, wenn man (immer noch) nicht krankenversichert ist?

Wer nicht als Arbeitnehmer oder Rentner in der gesetzlichen Krankenversicherung ist, wer also selbständig tätig ist – und wer noch immer nicht krankenversichert ist – der sollte schnellstens in eine Krankenkasse eintreten. Jetzt muss der Versicherungsnehmer keine Angst mehr haben, dass er auch die Beiträge der Vergangenheit bezahlen muss, wie dies bis zum 31.07.2013 der Fall war. Die Krankenkassenbeiträge werden ohne Antrag erlassen. Bei einem jetzigen Eintritt (2014) in die PKV, werden nur die Beiträge bis zum 31.12.2013 erlassen, für die Zeit zwischen dem 01.01.2014 und dem tatsächlichen Eintritt müssen dann Anwartschaftsbeiträge gezahlt werden.

Näheres können Sie auf den Seiten der Bundesregierung erfahren.

Wenn man allerdings Beitragsschulden zur Krankenversicherung aus einer aktiv versicherten Zeit hat, dann ist ein Erlass nach dem “Gesetz zur Beseitigung sozialer Überforderung bei Beitragsschulden in der Krankenversicherung” nicht möglich. Geschuldete Krankenkassenbeiträge können dann nur im Wege der allgemeinen Schuldenregulierung durch Insolvenz oder Gläubigervergleich abgebaut werden. Mehr zur Schuldenregulierung erfahren Sie hier!

Haben Sie Schulden aus nicht gezahlten Krankenkassenbeiträgen?

Gleichgültig, ob Ihre Schulden unter das “Gesetz zur Beseitigung sozialer Überforderung bei Beitragsschulden in der Krankenversicherung” fallen oder nicht auf diesem Wege erlassen werden können. Gemeinsam finden wir eine geeignete Lösung zu Ihrer Entschuldung. Zögern Sie nicht und rufen Sie gerne unverbindlich an (Tel.: (030) 4050 4030) oder nehmen Sie beauem online über das Kontaktformular Kontakt zu uns auf. Das Team der Anwaltskanzlei Heckmann und Rechtsanwalt Jan Heckmann persönlich helfen Ihnen gerne weiter – deutschlandweit – unabhängig davon, ob Sie in Berlin oder ganz woanders wohnhaft sind.