Das Auto in der Privatinsolvenz behalten?

Die meisten Menschen, die mit unserer Hilfe und der Privatinsolvenz oder einem Vergleich schuldenfrei werden, haben Angst, dass das Auto in der Privatinsolvenz vom Insolvenzverwalter weggenommen wird.
 
 
Jedenfalls erscheinen immer wieder die gleichen Fragen:
 
 
 

"Was passiert in der Privatinsolvenz mit meinem PkW?"

"Wird das Auto zwangsläufig weggenommen und verwertet?"

 

"Ist ein PkW bzw. ein Auto pfändbar?"

 

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Pfändungsschutz für Ihr Auto!

Es gibt zB. Pfändungsschutz für das Auto in der Privatinsolvenz (und auch sonst), wenn dieses für die Ausführung der Arbeit notwendig ist. Achtung, es geht nicht um den Weg zur Arbeit – außer dieser Weg ist nicht anders als mit dem Auto zu bewerkstelligen – es geht um die Ausführung der Arbeit, etwa als mobile Krankenpflegerin oder Pizzafahrer. Dann kann ein Antrag auf Freistellung des PkW gestellt werden, dem regelmäßig entsprochen wird, wenn das Auto keinen besonderen Wert hat (ca. 5.000,- EUR). Ein für die Arbeitsausführung benötigter PkW ist dem Schuldner in der Privatinsolvenz zu belassen.

Auch wenn der Schuldner sich für den PkW Geld geliehen hat, und im Gegenzug den Fahrzeugbrief dem Gläubiger übergeben hat, obliegt es dem Gläubiger zu bestimmen, was mit dem Auto in der Insolvenz passiert. Wenn dieser Gläubiger auf eine Verwertung keinen Wert legt, dann kann der PkW weiter genutzt werden. Der Gläubiger, der das Auto bzw. den Fahrzeugbrief als Sicherheit hat, muss seine Forderung aber im Privatinsolvenzverfahren anmelden. Streng genommen ist der Schuldner bei dieser Konstellation garnicht Eigentümer des Autos bzw. PkW’s, sonden nur “Vorbehaltseingentümer”.
Auch wenn das Auto der Partnerin des Schuldners gehört, kann dieses in der Privatinsolvenz nicht gepfändet werden – wobei man Schuldnern nicht empfehlen kann, den PkW auf den Lebenspartner oder die Lebenspartnerin zu übertragen, denn diese Übertragung wäre anfechtbar, wenn sie bemerkt würde. Wie die Entschuldung und die Privatinsolvenz abläuft sehen Sie hier.

Möglichkeiten den PKW in der Privatinsolvenz zu behalten

Sollte das Auto also bei Eröffnung der Privatinsolvenz dem Schuldner vorbehaltslos gehören und dieser den PkW für die Ausführung der Arbeit nicht benötigen, dann käme es zu einer Verwertung, wenn der Schulnder dem Insolvenzverwalter nicht einen entsprechenden Wertersatz zukommen lässt. In der Praxis sieht das so aus, dass der Schuldner den PkW auf eigene Kosten bewerten lassen muss und sodann den festgestellten Wert dem Insolvenzverwalter (auch in Raten) erstatten muss. Der Schuldner hat also – wenn der PkW überhaupt pfändbar ist – die Möglichkeit, den Wert des Autos dem Verwalter zu erstatten, dann stellt dieser den PkW aus der Insolvenzmasse frei und das Auto bleibt auch in der Privatinsolvenz Eigentum des Schuldners.

Fazit:

  • Auto für für die Arbeit zwingend erforderlich

    Benötigen Sie Ihr Auto, um damit Ihrer erwerbsmäßigen Arbeit nachzugehen und ist der Wert des Wagens nicht unverhältnismäßig hoch, kann ein Antrag auf Freistellung des PkWs gestellt werden.

  • Gläubiger im Besitz des Fahrzeugbriefs

    Haben Sie sich Geld für das Auto geliehen und ist der Gläubiger im Besitz des Fahrzeugbriefs, sind Sie also nur “Vorbehaltseigentümer” des Autos, so bestimmt der Gläubiger über die Verwertung des Autos, kann diese also verneinen, wenn sie nicht in seinem Interesse ist oder Sie sich mit diesem geeinigt haben.

  • Auto im Besitz der Partnerin oder des Partners

    Ist das Auto im Besitz Ihrer Partnerin oder Ihres Partners, so ist auch hier eine Verwertung ungültig. Es ist allerdings davon abzuraten sein Auto der Partnerin oder dem Partner im Rahmen der Insolvenz zu übereignen, um es so vor der Verwertung zu schützen, da die Übereignung anfechtbar ist.

  • Dem Insolvenzverwalter wird Wertersatz bezahlt

    Alternativ kann nach Schätzung des Werts des PkWs der entsprechende Wertersatz an den Insolvenzverwalter gezahlt werden, wodurch das Auto nicht mehr zu Insolvenzmasse gezählt wird.

Können wir Ihnen persönlich weiterhelfen?

Allein der Besitz eines PkW sollte Schuldner nicht davon abhalten, mithilfe der Privatinsolvenz endlich schuldenfrei zu werden!

Egal, ob Sie selbst betroffen sind oder einfach nur weiterführende Fragen haben, das Team der Anwaltskanzlei Heckmann und Rechtsanwalt Jan Heckmann persönlich helfen Ihnen gerne weiter – deutschlandweit – gleichgültig, ob Sie in Berlin wohnhaft sind oder z.B. eine Schuldnerberatung in Hamburg oder Frankfurt wünschen. Rufen Sie uns einfach unverbindlich an (Tel.: (030) 4050 4030) oder nehmen Sie bequem online Kontakt zu uns über das Kontaktformular auf. Gemeinsam finden wir eine Lösung für Ihr Problem!