Privatinsolvenz 2014 – was ist zu beachten?

Zum 1. Juli 2014 gibt es diverse Änderungen im Insolvenzrecht. Die Privatinsolvenz ist mit der dritten Stufe der Insolvenzrechtsreform im Mai 2013 beschlossen worden – die meisten Änderungen treten am 1. Juli 2014 in Kraft.

Verkürzung der Privatinsolvenzdauer auf 5 oder sogar nur 3 Jahre

Insbesondere wird die Privatinsolvenzdauer unter bestimmten Bedingungen auf 3 bzw. 5 Jahre verkürzt. Sofern der Privatinsolvenzantrag nach dem 30.6.2014 bei Gericht eingereicht wird, wird das Insolvenzverfahren nicht mehr wie bisher 72 Monate dauern, sondern die Privatinsolvenzdauer verkürzt sich auf Antrag des Schuldners unter bestimmten Bedingungen.

Verkürzung des Insolvenzverfahrens von 6 auf 3 Jahre:

Das Insolvenzverfahren verkürzt sich auf drei Jahre, sofern innerhalb dieser drei Jahre 35% der Schulden abgezahlt werden und zugleich die Kosten für den Insolvenzverwalter (nach altem Recht hieß der Verwalter des Verbraucherinsolvenzverfahrens Treuhänder, ab Juli 2014 wird es keinen Treuhänder im Privatinsolvenzverfahren mehr geben). Allerdings sind die Kosten für den Insolvenzverwalter erheblich, so dass am Ende damit zu rechnen ist, dass nach drei Jahren etwa ein Betrag zur Masse gezahlt sein muss, der der Hälfte der Schulden entspricht.
Wenn zum Beispiel ein Schuldner 40.000,- € Schulden hat und bei dem Schuldner monatlich 390,- € pfändbar sind, wären zwar nach drei Jahren 35% der Verbindlichkeiten getilgt, allerdings würde aufgrund der Masse Verfahrenskosten in Höhe von ca. 5.000,- € entstehen. Der Schuldner müsste also weitere 5.000,- € bezahlen, wenn das Verfahren nach drei Jahren beendet werden soll und der Schuldner dann die Restschulden erlassen bekommen soll.

Dies ist für die meisten Schuldner relativ schwer zu bewerkstelligen.

Verkürzung des Insolvenzverfahrens von 6 auf 5 Jahre:

Nach dem neuen Insolvenzrecht wird die Privatinsolvenz 2014 statt bisher sechs Jahre nur fünf Jahre betragen, wenn allein die Verfahrenskosten in diesen fünf Jahren getilgt werden. Wenn also zum Beispiel der Schuldner freiwillig – auch wenn kein pfändbares Einkommen vorhanden ist – einen Betrag von unter 50 € monatlich zur Insolvenzmasse einzahlt, so verkürzt sich die Privatinsolvenz 2014 auf fünf Jahre.

Sollten überhaupt keine Beträge vom Schuldner an den Insolvenzverwalter gezahlt werden, so wird das Verfahren wie bisher sechs Jahre andauern.

 
 

Hier ein Ablaufdiagramm der Privatinsolvenz 2014, die das Team der Anwaltskanzlei Heckmann und Rechtsanwalt Jan Heckmann persönlich für Betroffene durchführt (Tel.: (030) 4050 4030).

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