Pfändungsfreibetrag

Der Pfändungsfreibetrag dient der Sicherung der Existenz des Schuldners und seiner Angehörigen. Das Einkommen des Schuldners darf monatlich nur bis zu einem gewissen Betrag gepfändet werden, dieser Betrag wird Pfändungsfreibetrag genannt und ist in der sogenannten Pfändungstabelle gesetzlich geregelt (§ 850c ZPO). Je nach monatlichem Nettoeinkommen des Schuldners, sowie nach der Anzahl der unterhaltsberechtigten Personen, an die der Schuldner gegebenenfalls monatliche Zahlungen zu bewirken hat oder die bei ihm leben. Ermöglicht werden soll, dass unter Berücksichtigung dieser Faktoren, einerseits die Existenzgrundlage des Schuldners und der Familie gewahrt wird und andererseits Unterhaltsberechtigte keine Einbußen der monatlichen Zahlungen befürchten müssen. Zudem soll der Gläubiger trotzdem noch an den, unter Wahrung dieser Faktoren, höchstmöglichen Betrag zur Erfüllung seiner Forderungen kommen.

Alle 2 Jahre Änderung des Pfändungsfreibetrags zum 1. Juli

Der Pfändungsfreibetrag in der Pfändungstabelle ändert sich jeweils zum 1. Juli eines jeden zweiten Jahres, damit dieser an die wirtschaftlichen Veränderungen kontinuierlich angepasst wird (§ 850c Abs. 2a ZPO).
Der gesetzliche Grundfreibetrag oder Basisfreibetrag beträgt derzeit seit dem 01. Juli 2017 1.133,80 €. Dies ist der Nettoarbeitslohn, der dem Schuldner monatlich voll zusteht und unpfändbar ist.
Ab 1.140,00 € monatlichen Nettoarbeitslohn sind bei einem alleinstehenden Schuldner 4,34 € pfändbar und stehen also dem Gläubiger zu und werden dem Schuldner abgezogen. Wenn der Schuldner einer Person unterhalt schuldet, ist erst ab einem Einkommen von 1.569,99 € Einkommen pfändbar, der Pfändungsfreibetrag beträgt dann also 1.570,00 €. Hat der Schuldner dieses monatliche Einkommen, muss aber keiner Unterhaltspflicht nachkommen, so sind 305,34 € pfändbar, da er monatlich mehr Geld entbehren kann.
Einem Schuldner, der zB. über ein monatliches Nettoeinkommen von 3.000,00 € verfügt und für vier Personen unterhaltspflichtig ist, werden 145,26 € gepfändet.

Entnehmen Sie die den Ihrigen Pfändungsfreibetrag der aktuellen Pfändungstabelle, veröffentlicht in der Pfändungsfreigrenzenbekanntmachung des Bundesministeriums für Justiz und Verbraucherschutz (BMJV) vom 28. März 2017, unter folgendem Link.

Beispiel zu Pfändungsfreibeträgen bei unterschiedlich hohem Arbeitseinkommen:

Gehalt von 1.500,- € netto monatlich

Gehalt von 3.000,- € netto monatlich

Gehalt von 5.000,- € netto monatlich

Haben Sie Fragen zur Berechnung? Können wir Ihnen persönlich weiterhelfen?

Für Fragen zum Pfändungsfreibetrag und auch dazu, wie Pfändungen aufgehoben werden stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Egal, ob Sie selbst betroffen sind oder einfach nur weiterführende Fragen haben, das Team der Anwaltskanzlei Heckmann und Rechtsanwalt Jan Heckmann persönlich helfen Ihnen gerne weiter – deutschlandweit – gleichgültig, ob Sie in Berlin wohnhaft sind oder z.B. eine Schuldnerberatung in Köln oder Hamburg wünschen. Rufen Sie uns einfach unverbindlich an (Tel.: (030) 4050 4030) oder nehmen Sie bequem online Kontakt zu uns über das Kontaktformular auf. Gemeinsam finden wir eine Lösung für Ihr Problem!