Die Lohnpfändung beim Arbeitgeber, was tun?

Die Lohnpfändung und die Gehaltspfändung dienen dazu, dem nicht zahlenden Schuldner, bzw. dem Schuldner, der nicht bezahlen kann, den Lohn für den Gläubiger zu pfänden und somit “wegzunehmen”.

Was kann man tun?
Zunächst ist zu wissen, dass nur ein Teil des Lohns bzw. des Einkommens pfändbar ist, der Teil bestimmt sich nach der Lohnpfändungstabelle. Gerne hilft unser Team der Anwaltskanzlei Heckmann und Rechtsanwalt Jan Heckmann persönlich dabei, dass Lohnpfändungen beendet werden, durch Vergleich oder durch Einleitung der Privatinsolvenz.

Die Lohnpfändung 2015ist in § 850 ZPO “Pfändungsschutz für Arbeitseinkommen” und den folgenden Paragrafen der Zivilprozessordnung geregelt. Mit der Lohnpfändung kann der Gläubiger, also der, dem der Schuldner Geld schuldet, über das Vollstreckungsgericht einen Pfändungsbeschluss in Bezug auf den Lohn gegen den Arbeitgeber des Schuldners erwirken. Dann muss der Arbeitgeber des Schuldners dem Gläubiger eine Drittschuldnererklärung abgeben – also mitteilen was pfändbar ist – und den pfändbaren Teil des Arbeitseinkommens an den Gläubiger überweisen – der unpfändbare Teil wird weiter dem Arbeitnehmer ausgezahlt. Die Pfändungsfreigrenze ist dabei relativ großzügig bemessen, schauen Sie in die Lohnpfändungstabelle.

Mit einem Vergleich – den wir für Schuldner deutschlandweit durchführen (einfach anrufen unter 030 4050 4030) – oder durch Einleitung der Privatinsolvenz wird die Lohnpfändung und die Kontopfändung beendet.

Voraussetzung der Lohnpfändung beim Arbeitger ist, dass der Gläubiger einen Vollstreckungstitel hat, zum Beispiel ein Gerichtsurteil oder einen Vollstreckungsbescheid oder ein notarielles Schuldanerkenntis. Damit ist die Geldschuld rechtsverbindlich festgestellt und es sind keine Einwände mehr gegen die Schuld zu prüfen.

Der Titel muss vollstreckbar sein, also eine sog. Klausel enthalten (§ 725 ZPO). Die Klausel stellt sicher, dass nur mit einem konkreten Dokument die Vollstreckung betrieben werden kann – und nicht etwa mit einer Zweitausfertigung eines Urteils, z.B. Wenn also ein Urteil als Zahlungsurteil erwirkt worden ist, muss eine Ausfertigung des Urteils als “vollstreckbare Ausfertigung” (von der Geschäftsstelle des Gerichts) mit Klausel ausgefertigt werden.

Weitere wichtigste Voraussetzung der Lohnpfändung ist, dass der Gläubiger den Arbeitgeber des Schuldners – bzw. die Stelle, von der der Schuldner regelmäßig wiederkehrende Leistungen wie Rente o.Ä. bekommt – kennt. Schuldner sollten daher genau überlegen, ob sie Gläubigern ihren Arbeitgeber mitteilen – wir raten von der vorbehaltlosen Mitteilung dringend ab. Natürlich ist die Auskunft darüber, wo der Schuldner tätig ist, bzw. woher der Schuldner regelmäßige Geldleistungen bezieht, über den Gerichtsvollzieher durch die am 01.01.2013 neu geregelte Vermögensauskunft durch den Gläubiger in Erfahrung zu bringen. Inzwischen können Gerichtsvollzieher sogar die Sozialversicherungsträger zur Erkundung des Arbeitgebers anschreiben, sofern der Schuldner keine Auskunft gibt. Was zu tun ist erfahren Sie gerne durch das Team der Anwaltskanzlei Heckmann und durch Rechtsanwalt Jan Heckmann persönlich, rufen Sie dazu einfach an, Tel.: (030) 4050 4030.

Wenn die obigen Voraussetzungen der Lohnpfändung vorliegen, wird das Vollstreckungsgericht auf Antrag des Gläubigers einen Pfändungsbeschluss erlassen, mit dem der Lohn des Schuldners gepfändet wird und mit dem die Zahlstelle verpflichtet wird, den pfändbaren Lohnanteil gemäß Pfändungstabelle an den Gläubiger abzuführen. Dieser Pfändungsbeschluss wird dem Arbeitgeber bzw. den Rententräger o.Ä. zugestellt und dieser muss zeitnah den pfändbaren Teil des Einkommens, der sich nach der Tabelle berechnet, an den Gläubiger abführen, sofern keine bevorrechtigte Abtretung vorliegt. Der unpfändbare Lohnanteil wird weiter an den Schulnder gezahlt. Allerdings sollte sich der Schuldner dann auch auf eine Kontopfändung einstellen und entsprechende Vorbereitungen treffen (siehe P-Konto).

Können wir Ihnen persönlich weiterhelfen?

Der Umgang mit Schulden ist unsere Profession, wir sorgen für die Einstellung der Lohnpfändung, deutschlandweit. Entweder mit einem Gläubigervergleich (Teilerlass) oder durch Einleitung der Privatinsolvenz – mit der man von den Schulden befreit wird – wird die Lohn- und Gehaltspfändung beendet.
Egal, ob Sie selbst betroffen sind oder einfach nur weiterführende Fragen haben, das Team der Anwaltskanzlei Heckmann und Rechtsanwalt Jan Heckmann persönlich helfen Ihnen gerne weiter – deutschlandweit – gleichgültig, ob Sie in Berlin wohnhaft sind oder z.B. eine Schuldnerberatung in Essen oder Frankfurt wünschen. Rufen Sie uns einfach unverbindlich an (Tel.: (030) 4050 4030) oder nehmen Sie bequem online Kontakt zu uns über das Kontaktformular auf. Gemeinsam finden wir eine Lösung für Ihr Problem!