Der Insolvenzantrag – Privatinsolvenz anmelden

Das Insolvenzrecht macht es möglich, dass Schulden vollständig erlassen werden, mithilfe der Insolvenz, konkret der Privatinsolvenz bzw. der Verbraucherinsolvenz oder Regelinsolvenz.

Das Team der Anwaltskanzlei Heckmann und Rechtsanwalt Heckmann sind auf das Insolvenzrecht und die Entschuldung und Schuldnerberatung fokussiert und bieten deutschlandweit eine schnelle Lösung Ihrer Schuldenkrise zu pauschalen Kosten (unabhängig vom Streitwert) an. Wir veranlassen für den Schuldner alles, damit er die Schulden erlassen bekommt, sei es durch einen Erlassvergleich (Gläubigervergleich) oder durch Einleitung eines Verbraucherinsolvenzverfahrens. Auch durch einen gerichtlichen Zwangsvergleich können die Schulden (neben dem Insolvenzverfahren) reguliert werden.

Das Insolvenzrecht gibt dem Schuldner die Möglichkeit, dass die Schulden vollständig erlassen werden, wobei Ihnen Rechtsanwalt Heckmann hilft. Im Gegensatz zur öffentlichen Schuldnerberatung muss der Schuldner hier nicht monatelang auf einen Termin für die Schuldnerberatung warten, die Schulden können zeitnah abgebaut werden.

Alle Mandanten werden im Rahmen der Schuldnerberatung durch Rechtsanwalt Heckmann persönlich beraten, ggf. telefonisch. Privatinsolvenz-Verfahren (Entschuldung von Privatpersonen) werden durch die Kanzlei überregional und deutschlandweit betrieben, ohne dass der Mandant dafür in Berlin anwesend sein muss. Nach einmaliger Einsendung erforderlicher Unterlagen und der Ausarbeitung eines Schuldenbereinigungsplanes werden die Verbindlichkeiten durch Erlass (Teilerlass bzw. Gläubigervergleich) oder z.B. die Privatinsolvenz abgebaut.

Der Insolvenzantrag leitet das Insolvenzverfahren mit dem Ziel der Restschuldbefreiung – also der Löschung aller Schulden des Antragstellers – ein. Mit der Antragsstellung, sei es ein Verbraucherinsolvenzantrag oder ein Regelinsolvenzantrag, wird das Verfahren der Privatinsolvenz mit dem Ziel der Entschuldung bzw. der Restschuldbefreiung begonnen.

Seit dem 01.07.2014 dauert das dem Insolvenzantrag folgende Privatinsolvenzverfahren nicht mehr stets sechs Jahre, sondern die Dauer bestimmt sich danach, ob und wie viel Geld während der Insolvenzverfahrensdauer pfändbar ist bzw. an den Insolvenzverwalter gezahlt werden kann. Verfahren bei denen der Insolvenzantrag vor dem 01.07.2014 gestellt wurde dauerten dagegen immer volle sechs Jahre. Es kam also auf den Tag der Antragsstellung an, welches Insolvenzrecht bzw. ob die Verkürzte Verfahrensdauer oder die volle Sechsjahresdauer für das gesamte Insolvenzverfahren angewendet wird. Eine Wahlmöglichkeit besteht nun nicht mehr.
 
 

Spezielle Voraussetzungen für den Antrag einer Verbraucherinsolvenz

Privatinsolvenz anmelden (Verbraucherinsolvenz) kann nicht Jedermann, vielmehr verlangt der Gesetzgeber, dass vor dem Privatinsolvenz anmelden ein Einigungsversuch gem. § 305 InsO stattfinden muss. Dieser vorgeschriebene Einigungsversuch soll verhindern, dass alle in Deutschland lebenden ca. 6 Millionen überschuldete Personen einen Privatinsolven anmelden und damit die Insolvenzgerichte vollends überlasten. Mit dem Einigungsversuch gem. § 305 InsO soll ein Erlass bzw. ein Teilerlass der Schulden erreicht werden. Das Privatinsolvenzverfahren ist nach diesem Vergleich ggf. nicht mehr notwendig, da die Schulden mit Hilfe des Rechtsanwalts erlassen wurden.

Privatinsolvenz anmelden, genauer Verbraucherinsolvenz anmelden kann man daher nur, wenn vorher durch einen Rechtsanwalt oder unter Mithilfe einer öffentlichen Schuldnerberatung der Einigungsversuch gem. § 305 InsO durchgeführt wurde.
 
 

Verbraucherinsolvenzantrag oder Regelinsolvenzantrag?

Die Unterscheidung, ob für eine natürliche Person das Privatinsolvenzverfahren als Regelinsolvenzverfahren oder als Verbraucherinsolvenzverfahren durchzuführen ist, erfolgt dadurch, was die Person im Moment der Stellung des Insolvenzantrags tut bzw. ob diese selbständig ist oder eben nicht, also Verbraucher ist oder Unternehmer,§ 304 InsO.

Regelinsolvenzverfahren:
Ist die Person selbständig, sei es auch nur zum Teil mit einem Nebengewerbe, oder sei es dass die Person freiberuflich neben einer anderen angestellten Tätigkeit Rechnungen schreibt, so ist ein Regelinsolvenzantrag zu stellen. Die Regelinsolvenz ist ohne weitere Vorverfahren einleitbar.

Verbraucherinsolvenzverfahren:
Wenn die Person angestellt, arbeitssuchend oder Rentenempfänger ist, also jedenfalls dann, wenn die Person eben nicht selbständig ist, ist der Verbraucherinsolvenzantrag zulässig – sofern vorher ein Einigungsversuch z.B. von einem Rechtsanwalt durchgeführt und bescheinigt wurde, § 305 InsO.
 
 

Selbstständigkeit in der Vergangenheit?

Probleme gibt es bei der insolvenzrechtlichen Unterscheidung, ob ein Regelinsolvenzantrag (führt zum Regelinsolvenzverfahren) oder ein Verbraucherinsolvenzantrag (führt zum Verbraucherinsolvenzverfahren) zu stellen ist dann, wenn ein Verbraucher in der Vergangenheit selbständig war (§ 304 Abs. 1 S. 2 InsO: Hat der Schuldner eine selbständige wirtschaftliche Tätigkeit ausgeübt…).

Sofern dieser ehemals selbständige Verbraucher mehr als 19 Gläubiger hat, ist trotzdem das Regelinsolvenzverfahren durchzuführen bzw. ein Regelinsolvenzantrag zu stellen. Das gleiche gilt, wenn der ehemalige Selbständige in der Vergangenheit Angestellte hatte und “Forderungen aus Arbeitsverhältnissen” (siehe § 304 Abs. 2 S. 2 InsO) bestehen; das kann nicht gezahlter Lohn sein, aber auch eine Forderung des Arbeitsamtes wegen der Rückforderung von Insolvenzausfallgeld oder auch nur Forderungen einer Berufsgenossenschaft oder einer Krankenkasse für Arbeitnehmer. Der Begriff “Forderungen aus Arbeitsverhältnissen” (siehe § 304 Abs. 2 S. 2 InsO) ist also weit auszulegen.

Wenn der Verbraucher, der früher Unternehmer war, weniger als 20 Gläubiger hat und keine Angestellten hatte, ist immer der Insolvenzantrag für eine Verbraucherinsolvenz zu stellen. Notwendig ist nur die Bescheinigung über den gescheiterten Einigungsversuch gem. § 305.

Haben Sie weitere Fragen zum Insolvenzantrag oder möchten Sie Privatinsolvenz anmelden?

Haben Sie weitere Fragen zum Insolvenzantrag? Brauchen Sie Beratung und die für den Verbraucherinsolvenzantrag notwendige Bescheinigung? Sollen wir Ihnen diese Bescheinigung erstellen und zusenden? Welcher Insolvenzantrag für die konkrete Sitution der richtige Insolvenzantrag ist, wird Rechtsanwalt Heckmann Ihnen gerne persönlich erläutern. Rufen Sie einfach unter der (Tel.: (030) 4050 4030) an oder kontaktieren Sie uns bequem online über das Kontaktformular. DasTeam der Anwaltskanzlei Heckmann und Rechtsanwalt Jan Heckmann persönlich helfen Ihnen gerne weiter – deutschlandweit – auch, wenn Sie nicht in Berlin wohnhaft sein sollten und z.B. eine Schuldnerberatung in Hamburg oder Dresden wünschen. Gemeinsam finden wir Antworten und Lösungen für Ihre Fragen und Probleme.