Insolvenz

In den Medien wird derzeit die Insolvenz von Staaten und Banken debattiert, tatsächlich betreffen aber die meisten Insolvenzverfahren kleinere Firmen und insbesondere sogenannte natürliche Personen, also Menschen. Wenn jemand in die Insolvenz geht, bedeutet das, dass derjenige – oder die Firma oder die Bank oder der Staat – seine Schulden nicht mehr bezahlen kann. Wer ein Insolvenzverfahren beantragt, kann seinen finanziellen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen. Umgekehrt bedeutet das aber nicht, dass derjenige, der seine Schulden nicht mehr bezahlen kann, das Insolvenzverfahren machen muss. Vielmehr dient das Insolvenzverfahren dazu, dass das vorhandene Vermögen unter den Gläubigern einheitlich aufgeteilt wird. Dies geschieht, indem die restlichen Werte der Person gleichberechtigt auf die Gläubiger verteilt werden. Menschen erhalten dann in der Regel Restschuldbefreiung, Gesellschaften werden nach der Insolvenz aufgelöst.

Die Insolvenzordnung (InsO) regelt das Verfahren der Insolvenz.

Was ist Insolvenz?

Insolvent sein bedeutet, dass Schulden nicht mehr bezahlt werden können und ein Insolvenzverfahren zur Löschung der Schulden eingeleitet ist. Insolvenz bedeutet also, dass ein Insolvenzverfahren besteht, dass also aufgrund eines Insolvenzantrages dieses Insolvenzverfahren über das Vermögen einer Person eröffnet wurde und ein Insolvenzverwalter bestellt wurde, der die Forderungen ermittelt und das verbliebene Vermögen des Schuldners, oder der Firma oder der Bank etc. zusammen rafft und – nach Kostenabzug – an die Gläubiger gemäß ihrer Quoten an der Verschuldung und ggf. bestehender Vorrechte verteilt. Das Insolvenzverfahren dient vereinfacht gesagt der Verteilung des Restvermögens einer bankrotten Person, die ggf. Restschuldbefreiung erlangt.

Insolvenzantrag

Die Insolvenz beginnt mit einem Insolvenzantrag. Dieser Insolvenzantrag kann vom Schuldner gestellt werden, aber auch von einem Gläubiger, sog. Fremdinsolvenzantrag, wenn der Schuldner insolvent zu sein scheint
Finanzämter und Krankenkassen neigen dazu, Insolvenzanträge über die Vermögen anderer zu stellen. Das liegt daran, dass die Schulden Selbständiger in der Regel weiter anwachsen und diese Institutionen deswegen ein Ende der defizitären und diese Institutionen schädigenden Tätigkeit herbeiführen wollen. Selbst wenn Finanzamtsschulden oder Krankenkassenschulden bestehen, wird in der Regel kein Fremdinsolvenzantrag gestellt, wenn der Schuldner die selbständige Tätigkeit einstellt.
Bei Verbrauchern ist für einen Verbraucherinsolvenzanntrag zuvor ein Einigungsversuch gem. § 305 InsO durchzuführen. Diesen führem wir germe für Sie durch.

Restschuldbefreiung

Restschuldbefreiung bzw. den Erlass der Schulden kann nur derjenige erhalten, der den Insolvenzantrag selbst gestellt hat. Der Schuldner bekommt somit die Chance auf einen finanziellen Neustart. Wenn aufgrund eines Fremdinsolvenzantrages die Insolvenz eröffnet wird, ist keine Restschuldbefreiung möglich.

Insolvenzdauer

Die Insolvenz bzw. das Insolvenzverfahren dauert sechs Jahre. Ab dem 01. Juli 2014 wird die Insolvenz aufgrund der Insolvenzrechtsreform von Mai 2013 fünf Jahre dauern, wenn auch die Kosten des Verfahrens gedeckt sind. Wenn der Schuldner neben den Kosten der Insolvenz auch 35% der Forderungen noch bedient wird das Verfahren auf Antrag des Schuldners ab dem 01. Juli 2014 nur noch drei Jahre dauern.

Fragen zum Ablauf der Entschuldung oder der Insolvenz?

Hier erfahren Sie mehr zum Ablauf der Entschuldung.

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